+++ Der Lover meiner Schwester 124 +++

By : Ballermann © - Source : SahneSpender ®


„Ach, alles nur heiße Luft“ stöhnte ich laut hervor und stand auf. Nackt wie ich war zog ich mich an und Levin hatte anscheinend nichts Besseres zu tun als mir dabei zuzusehen. „Na, erkennst du den Arsch noch“ gab ich provozierend von mir und drehte ihn frech in seine Richtung. „Und ob, glaub mir, wir werden das Ding irgendwann mal für alle Zeiten klären und dann gehst du auf allen Vieren nach Hause, dass schwör ich dir“ drohte er, doch ich wurde nur geil dabei. „Schnacker, bist echt `nen Schnacker“ nuschelte ich, während ich Mühe hatte die Jeans zu schließen. Ich gönnte mir im Badezimmer nur eine kurze Katzentoilette ehe wir zusammen in die Küche gingen. Es herrschte eine merkwürdige Stimmung, denn Maike griente wie ein geschwängertes Honigkuchenpferd, während Mama eher mürrisch dreinblickte. „Schön, dass der Herr auch mal zum Frühstück kommt. Glaub bloß nicht, dass das jetzt einreißt. Gottlob beginnt ja bald wieder die Schule, also gewöhne dich erst gar nicht daran“ keifte sie und schälte weiter ihre Kartoffeln. Immerhin standen die Gedecke noch und so setzten wir uns an den Tisch. „Mir fällt auf, dass du immer sehr spät aufstehst wenn ein Freund bei dir übernachtet“ merkte Mama an und drehte sich dabei nicht einmal um. „Mammmma, hör auf damit, ich bin alt genug. Und wenn du es genau wissen willst haben Levin und ich es gestern Nacht getrieben wie die Karnickel. Und wenn man so ausgepowert ist wie wir es waren schläft man halt etwas länger“. Was für eine Reaktion mich von meiner Mutter erwartete war klar, aber Levin bekam seinen Mund nicht mehr zu und lief sofort knallrot im Gesicht an. Maike lachte in einer Tour und ließ glatt den Joghurtlöffel auf den Fußboden fallen. „Freundchen, nicht in diesem Ton mit mir“ schimpfte Mama und fuhr sofort energisch fort: „Das du zur Zeit mehr auf Jungs stehst kann ich gerade noch akzeptieren, auch wenn ich hoffe, dass das nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Aber ich möchte hier in der Küche keine weiteren Schweinereien hören hast du mich verstanden“. Wow, während sie abging wie ein Orkan griff ich mir eine Graubrotscheibe. „Mama, wir sind jung und irgendwo müssen ja unsere Triebe bleiben“ hatte ich wie üblich das letzte Wort. „Ich muss echt mal mit deinem Vater reden, von mir kannst du das nicht haben“ gab sie resignierend zurück. Maike wäre nicht meine Schwester, wenn sie nicht auch noch etwas von sich gegeben hätte. „Na Levin und war es schön gestern Nacht“. Mein Freund wurde immer nervöser und stotterte geradezu: „Ja, ähhhh ja, ähhh war ganz okay“. Dafür handelte er sich von meiner Mutter einen ernsten Blick ein, während Maike und ich uns nur noch anstrahlten. Um Levin nicht noch weiter in Verlegenheit zu bringen laberten wir wenig später über andere Dinge. Zwar räumte ich nach dem Frühstück den Tisch ab, aber da Mama ziemlich angefressen war nötigte sie mich die Hofeinfahrt zu fegen. „Vielleicht kommst du da ja auf andere Gedanken“ gab sie mir noch mit auf den Weg.

Levin blieb nicht mehr lange und verabschiedete sich von Maike in ihrem Zimmer. Als er das Haus verlassen hatte kam er zu mir und fragte: „Geht das bei euch immer so ab?“. Ich nickte und schwang weiter den Besen. „Sag mal, seid ihr beiden jetzt ein Paar“ wollte ich von ihm wissen, doch er schüttelte nur den Kopf: „Nee, nee, wir mögen uns und wollen nur etwas Spaß zusammen haben. Wir haben gestern lange darüber geredet und sind beide der Meinung keine Beziehung eingehen zu wollen. Wenn wir geil aufeinander sind treffen wir uns, ansonsten lebt jeder sein eigenes Leben. Ich mag sie sehr und im Bett ist sie wirklich der Hammer, aber für eine Partnerschaft reicht das nicht aus. Sie sieht es übrigens genauso“. Es versteht sich von selbst, dass mein Herz zu hüpfen anfing. „Haste Bock auf Freibad oder musst du heute noch eine andere Stute beglücken“ gab ich von mir und Levin antwortete: „Scherzkeks, soviel poppe ich auch nicht rum. Klar, wenn du willst treffen wir uns um 17.00 Uhr vor dem Freibad“. Er umarmte mich und radelte davon, wobei sein süßer Knackarsch auf dem kleinen Sattel richtig gut zur Geltung kam. Der Tag verlief ziemlich schleppend, nichts was wirklich von Bedeutung gewesen wäre. Martin rief irgendwann an und ich freute mich seine Stimme zu hören. „Micha, was ist überhaupt aus der Sache mit Pascal geworden“ wollte er beiläufig wissen und ich entgegnete: „Nichts, er hat sich nicht mehr gemeldet, also geht es ihm wohl gut“. „Verstehe ich nicht, aber egal, muss er selber wissen“ knurrte Martin und erzählte wenig später wie ein Wasserfall von Jason und sich. Ich liebte die Stimme meines Freundes und lauschte seinen Worten, als seien sie eine riesige Packung Walnusseiscreme, die es zu verputzen galt. Erst in einer Woche wollte er mit seinem Liebling zurückkommen und mir ein kleines Geschenk mitbringen gab er mir zum Abschied noch mit. Da ich etwas in Zeitnot war raste ich wenig später wie ein Irrer Richtung Freibad, wo Levin schon auf mich wartete. Wie immer hatten wir tierisch viel Spaß, auch wenn er mindestens zwei Girls vergeblich anbaggerte. Bevor wir uns gegen 20.00 Uhr trennten meinte er: „Ich treffe mich mit Maike erst übermorgen, wenn du möchtest können wir gerne morgen wieder etwas zusammen unternehmen“. Klar sagte ich zu, auch wenn ich mir vorkam wie ein Ersatzrad im Kofferraum. Doch ich will nicht undankbar sein, denn ich wusste, dass Levin sehr viel Zeit mit mir verbrachte. Unsere Beziehung war natürlich freundschaftlich und doch ging sie ein Stück darüber hinaus. Er war zwar ein Frauenspringer und ich auf dem Schachbrett der Gelüste ein Pferd, aber wieder gab es mir das Gefühl, dass mehr zwischen uns laufen könnte. Doch sobald ein Girl in der Nähe war, das ihm gefiel, zerplatzte diese Hoffnungsblase sofort wieder.

Es passierte an diesem Abend rein gar nichts mehr, außer das ich zweimal meinen Stahlträger zu wanken brachte. Und natürlich musste Levin als Wichsvorlage herhalten. Der nächste Tag verlief ähnlich langatmig. Ich schlief bis in die Puppen ehe ich mich in der Küche blicken ließ. Mama fand meine Bemerkung, dass ich auch ohne einen Freund länger schlafen würde, alles andere als passend. Zur Belohnung durfte ich am Nachmittag Rasen mähen, dessen Anweisung ihr locker flockig von den Lippen ging. Unser Verhältnis war geprägt von permanenten Machtkämpfen, die meine Mutter bis zu einem gewissen Grad auch zuließ. Aber wenn es ihr zu heikel wurde setzte sie einfach ein Stopp und ich lief gegen die Wand. Dass sie mir während des Rasenmähens vom Küchenfenster aus mehrfach breit lächelnd zuwinkte störte mich nicht wirklich. Ich liebte meine Mutter, so wie sie war. Und es war richtig, dass sie sich nicht alles bieten ließ, gerade weil wir viele Freiheiten genossen und sie uns an der langen Leine aufwachsen ließ. Mit Levin hatte ich vereinbart, das wir uns kurz vor 20.00 Uhr vor dem Kino treffen, weil er unbedingt einen Film sehen wollte. Pünktlich wie ein Beamter traf ich 10 Minuten später ein und bemerkte sofort, dass er eine leichte Fahne hatte. „Hey, auf was hast du denn getrunken“ fragte ich und Levin antwortete: „Ach, war mit drei Kumpels den ganzen Nachmittag im Park und wir haben zu viert eine Kiste Bier geleert“. Levin lachte über jeden Scheiß. Mal sah eine Mädchen total scheiße aus, weil ihr Top nicht wirklich zu ihrer Figur passte. Dann lästerte er über irgendwelche Typen, die so modisch gestylt waren, dass es schon wieder abartig aussah. Als auch noch eine Taube auf die Glasüberdachung des Kino geschissen hatte bekam er sich überhaupt nicht mehr ein. Er war gut drauf und steckte mich damit an. Der spannende Kinofilm „KEINOHRHASEN“ mit Till Schweiger entpuppte sich als das krasse Gegenteil von Aktion und wilder Verfolgungsjagd. Egal, wir hatten unseren Spaß und alles andere war nebensächlich. Nachdem der Abspann gelaufen war blieben wir noch eine Ewigkeit in unseren roten Kinosesseln sitzen. Es war ein eigenartiges Gefühl mit Levin ganz allein im Saal zu sein. Doch leider warf uns irgendwann ein Aufpasser raus und wir setzten uns an die Bar um ein kühles Bierchen zu killen. Plötzlich und ohne jede Geste fragte er: „Micha, hast du Bock heute bei mir zu pennen“. Ich hätte mir nichts dabei gedacht, wenn er nicht zu schmunzeln angefangen hätte. Im Nachsatz meinte er, dass er sturmfreie Bude hätte. „Kann es sein, dass du irgendetwas im Schilde führst“ fragte ich, doch außer einem breiten Grinsen kam nichts von ihm zurück.

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