+++ Der Lover meiner Schwester 116 +++

By : Ballermann © - Source : SahneSpender ®


„Ey Schlafmütze, aufstehen“ hörte ich eine Stimme und öffnete noch halb im Koma liegend meine Augen. „Papi, lass mich noch etwas schlafen“ grummelte ich und Levin strich mir übers Gesicht. „Ach wie süß, dann willst du bestimmt gleich noch Taschengeld von mir haben“ spottete er, während ich mich mühselig hinsetzte. „Klar, wenn du mir was gibst nehme ich es sofort“ trommelte ich geradezu, doch Levin winkte nur ab. „In fünf Minuten ist der Zug am Ziel“. Wir schwiegen und als ich auf seine Beule schaute fragte ich mich ob er während meines Tiefschlafes irgendeine Schaffnerin vernascht hatte. Klingt zwar etwa daneben, aber bei Levin weiß man nie was er im Schilde führt. Kaum hatte der Zug gehalten als wir uns ein Taxi suchten. Leider sah der Fahrer alles andere als schwul aus, so dass er mich nicht wirklich aufmuntern konnte. „Wo soll es denn hingehen“ fragte er und mein Freund antwortete: „Zur Ferienhaussiedlung im Hollandweg“. Als der Typ endlich losfuhr meinte er: „Ah, dann seid ihr wohl hier um Urlaub zu machen“. Beinahe hätte ich ihm geantwortet: „Ja, was macht man wohl sonst in der Ferienhaussiedlung“. Doch da ich maulfaul war schwieg ich und ließ ihn das Auto durch die Dunkelheit steuern. Levin bezahlte die 17,- Euro und wir stiegen aus. „Micha, wir müssen zum Ferienhaus Nr. 15, hoffentlich ist das nicht am Arsch der Welt knatterte Levin und ich pflichtete ihm ausdrücklich bei. „Gnade Gott Phoenix ist nicht da, dann bekommt er von mir den Arsch versohlt, das man seine Schreie bis New York hört“. Ich stieß meinen Kumpel an und entgegnete: „Du, wenn Phoenix nicht da ist, wie willst du ihm dann den Hintern versohlen. Per Postpost oder mit dem Handy“. Levin blieb stehen und blickte mich kurz an: „Kein Problem, dann bekommst du halt die Trachtprügel“. Der Gedanke, dass er mir den Arsch polieren wollte erregte mich irgendwie. Natürlich nur unter meinen Bedingungen, das versteht sich von selbst. Ich würde versuchen ihm Streicheleinheiten als Hiebe unterzujubeln und wenn Levin es geschluckt hätte, dürfte er meinen ganzen Körper stundenlang bearbeiten. „Ey, hier drüben ist Nr. 17, dann kann Phoenix`s Hütte ja nicht mehr weit sein“ nuschelte Levin und ging einfach weiter. Fünf Minuten später erreichten wir das Holzhaus und glücklicherweise brannte Licht. Wir gingen zur Tür und versuchten sie zu öffnen. Doch sie war abgeschlossen, also klopften mir mehrfach an. „Hoffentlich hatte sich Phoenix nichts angetan“ schoss es durch meinen Kopf. Es dauerte einige Augenblicke ehe wir seine Stimme hörten. „Wer ist da“ lallte er rum und Levin sagte seinen Namen. „Komm, mach endlich auf“ fuhr er fort. „Und wenn nicht, willst du mich dann wieder schlagen“ jammerte Phoenix zurück. „Ey, was labert er da, du schlägst ihn doch gar nicht“ flüsterte ich. „Ach, ich habe ihn mal geschlagen, aber das war bevor er wegen des Unfalls ins Krankenhaus musste. Aber das ist eine lange Geschichte, erzähle ich dir später mal“. „Levin, du bist böse, ich weiß das. Und jetzt habe ich Angst vor dir“ winselte Phoenix geradezu. „Hi, mach bitte die Tür auf hier ist Micha“ rief ich und tatsächlich drehte er den Schlüssel rum. Als wir eintraten sahen wir, dass ein heilloses Chaos im großen Raum herrschte. Überall lagen seine Klamotten und andere Dinge herum. Und mittendrin eine halbleere Kiste König Pilsener. Phoenix sah uns an und umarmte uns. Er hatte tatsächlich ein wenig Angst vor Levin, was ich mir überhaupt nicht erklären konnte. Er stellte sich links von mir hin, während unser Freund rechts von mir stand. „Du hast gesoffen, richtig“ schimpfte Levin und Phoenix antwortete lallend: „Nur ein bisschen, ein ganz bisschen“. Er schwankte leicht und ich musste ihn festhalten, damit er nicht auf den Fliesenboden aufschlug. „Levin, wir bringen ihn ins Bett, damit er seinen Rausch ausschlafen kann“ schlug ich vor und sofort setzten wir meinen Vorschlag in die Tat um. „Wieso seid ihr hier“ fragte Phoenix, der besoffen einfach nur zuckersüß aussah. „Ich wollte eigentlich allein sein und, und, ähhh, und warten bis ich sterbe“ brabbelte er. Levin war längst aufgestanden und öffnete den Kühlschrank. Beinah sarkastisch antwortete er: „Na, wenn ich mir den vollen Kühlschrank anschaue, würdest du eher platzen als verhungern“. Phoenix rülpste kurz auf und lehnte sich an mich. „Micha, er, er mag mich jetzt nicht un, un, und dann habe ich immer Angst vor ihm“. „Hey, keiner wird dir etwas tun. Levin und ich haben uns Sorgen um dich gemacht, aber darüber reden wir morgen“. Auf einmal blickte er mich mit seinen glasigen Augen an und lachte laut los. „Seid ihr etwa ein Paar? Ich sehe es in deinen Augen“. Phoenix bekam sich fast nicht mehr ein, doch wenig später fing er an zu weinen. „Nein, wir sind nur Freunde und wie du weißt steht Levin nur auf Frauen“ antwortete ich. Phoenix wischte sich kurz übers Gesicht und nuschelte: „Lügner, ich weiß, das er dich schon gefickt hat“.

Zwar starrte ich ihn etwas irritiert an, aber ich glaubte es richtig einzuordnen zu können, denn er war eindeutig nicht mehr Herr seiner Sinne. Doch als Levin plötzlich laut brüllte: „Halt die Klappe, sonst werde ich gleich richtig sauer“ wurde ich schon etwas stutzig. Phoenix begann auf einmal tatsächlich zu zittern und krallte sich regelrecht an mir fest. „Er soll mich jetzt nicht schlagen, bitte“ bettelte er. Ich gebe zu, für mich war die ganze Sache eine Nummer zu hoch, denn ich begriff nicht wirklich was los war. „Hey, hey, hey, beruhig dich, Levin ist dein Freund“ hauchte ich ihm ins Ohr und bekam beinahe keine Luft mehr, weil er mich fast erdrückte. „Ja, aber jetzt ist er sauer und ich kenne ihn, wenn er so böse guckt“ wimmerte Phoenix leise weiter. „Levin, komm her. Du sagst ihm jetzt, das alles in Ordnung ist“ befahl ich ihm und tatsächlich kam er ans Bett und setzte sich drauf. Schweigend nahm er Phoenix`s Kopf in seine Arme, als sich bei diesem endgültig die Schleusen öffneten: „Er hat mich verlassen, ich will nicht mehr leben. Er ist so gemein zu mir gewesen, wieso verstehst du das nicht“. Levin und ich guckten uns etwas ratlos an, während ich zusätzlich mehrfach schlucken musste. Ich wusste einfach nicht wie man mit Verzweifelung richtig umgeht. Komischerweise war Levin jetzt die Ruhe selbst. Je mehr Phoenix beinahe schon krampfartig heulte, desto entspannter ging unser Freund mit der Situation um. „Pssssst, wir sind ja hier und es wird sich alles wieder einrenken, glaub mir“ flüsterte Levin und streichelte ihm unentwegt über den Kopf. „Du lügst, ich weiß es besser“ keifte Phoenix zurück. Aus seiner Nase tropfte es permanent auf Levins Jeanshose, aber entweder bekam er es nicht mit oder es war ihm schlicht egal. Es dauerte Ewigkeiten ehe sich Phoenix wieder halbwegs gefangen hatte. Ich bekam fast einen Lachanfall, als er sich urplötzlich von Levin löste und ihn anschaute: „Ich bin sooooooo müde, ich will jetzt schlafen“. Kaum ausgesprochen gab er ihm unvermittelt einen Kuss auf den Mund und legte sich ins Bett. Es dauerte weniger als zwei Sekunden und er war eingeschlafen. Ich gebe zu, dass ich für einen Moment echt eifersüchtig war, denn er hatte Levin geküsst und das mitten auf den Mund. Mich hatte Phoenix dabei total ignoriert, was ich ihm aber überhaupt nicht übel nahm. Levin gab mir ein Zeichen und wir standen auf. „Der schläft jetzt sicher die ganze Nacht, ich kenne das schon. Ist immer so wenn er Alkohol getrunken hat und depressiv ist“. Levin griff sich die halbvolle Kiste Bier und wir verließen das Holzhaus. Wir setzten uns auf die Bank, die auf der kleinen Terrasse stand und genehmigten uns erst einmal eine Flasche Köpi. Schweigend beobachten wir das bunte Treiben auf dem großen Gelände und prosteten uns zu. Überall war noch Lärm oder Musik zu hören und wir sahen auch etliche Leute an uns vorbeigehen. Doch wir hatten nicht wirklich einen Blick dafür, sondern mussten erst einmal das Erlebte sacken lassen.

Die Stille zwischen uns war unbeschreiblich. Ich fühlte mich lange nicht mehr so seelisch weich gebettet wie in diesem Moment. Wortlos öffneten wir auch die zweite Flasche Bier und saßen auf der Bank, wie zwei Cowboys, die ihren Blick in die Ferne schweifen ließen. Nur mit dem feinen Unterschied, das bei uns keine 30m weiter schon das nächste Ferienhaus stand. „Levin, ich muss dich mal etwas fragen“ unterbrach ich das Schweigen. „Ich weiß, was du von mir wissen willst“ gab er nachdenklich zurück. „Ey, bist du Hellseher“ entgegnete ich, doch Levin brabbelte nur: „Ich bin noch zu nüchtern und habe etwas Panik vor deiner Reaktion“. Nun begriff ich weniger als ein Biber, dem man sein Flussbett trocken legte, um eine neue Autobahn zu bauen. „Ähhhh, muss ich nicht begreifen, oder“ nölte ich zurück und bemerkte, das Levin sich wenig später schon die dritte Flasche genehmigte. „Liegt wohl in der Familie“ wäre mir beinahe rausgerutscht, aber ich konnte mein gottloses Maul gerade noch halten. Zwischen uns war keine Mauer, nein, das war es ganz sicher nicht. Aber eine spürbare Spannung lag in der Luft, als würden wir uns gleich gegenseitig den Krieg erklären. Plötzlich sagte Levin: „Weiß du, eigentlich war es am Anfang nur ein Spaß, weil Phoenix mir immer öfter erzählt hat, wie geil du mich findest und so“. Ich merkte sofort an seinem Tonfall, dass ihn irgendwas bedrückte. „Ey, du machst es aber echt spannend“ dröhnte ich zurück und versuchte die Stimmung zwischen uns etwas aufzulockern. Dass an uns immer noch Leute vorbeigingen interessierte uns mittlerweile noch weniger. Nur wenn uns jemand grüßte, grüßten wir ziemlich gleichgültig zurück. Gibst du mir noch eine Flasche“ fragte er und ich griff in die Kiste. Natürlich machte ich mir auch eine auf, während Levin kleinlaut fortfuhr: „Phoenix hat recht gehabt mit der Bemerkung vorhin. Ich wollte es dir schon die ganze Zeit sagen, aber ich habe nicht den passenden Augenblick gefunden. Immer kam irgendetwas dazwischen. Mal waren wir im Freibad oder du musstest arbeiten und so“. Den letzten Satz verstand ich fast gar nicht, weil er immer leiser redete. „Hey, wenn wir Freunde sind, dann holst du einmal tief Luft und sagst mir in einem kurzen Satz was los ist. Kann doch nicht so schwer sein, oder“ antwortete ich. Tatsächlich holte Levin tief Luft. Es kam mir fast vor wie ein Spielfilm mit Überlänge, denn er wollte einfach nicht damit aufhören. „Okay, ich war es, der dich auf der Party von Phoenix gefickt hat“ kam es schnell, präzise und mit fester Stimme aus ihm rausgeschossen. Zuerst lachte ich leicht verlegen und dann entgegnete ich: „Was hast du? Nee, hör auf damit und verarsch mich nicht. Das glaube ich dir nie im Leben. Weißte, so gut kenne ich dich schon. Ich hätte sofort gemerkt, wenn du mich gebumst hättest, glaub mir“. Levin riss Stück für Stück das Etikett von seiner Bierflasche ab und ließ die Schnipsel auf den Fußboden fallen. „Scheiße, es ist alles nur scheiße. Ich fühl mich echt billig und widerlich“ nuschelte er. Genau in diesem Moment wusste ich, dass er nicht mit mir spielte. Es war die Art wie er das Wort Scheiße ausdrückte. Es klang nach, ähh ja, nach was klang es überhaupt? Ja, es klang einfach nach Scheiße.

Ich brauchte verständlicherweise einige Sekunden um den Schock zu verdauen. „Wenn du es ehrlich warst, warst du verdammt gut. Ich hätte es aber besser gefunden, wenn du mich ohne Augenbinde gefickt hättest“ gab ich irgendwie völlig vogelfrei zurück, obwohl gerade ein älteres Ehepaar Arm in Arm an unserer Bank vorbeiging. „Ich, ich fand es auch gut. Eigentlich wollten wir dir es noch am Abend sagen, aber dann hat Phoenix es vergessen und mit jedem Tag wurde es schwieriger für mich“ hörte ich Levin flüstern. „Komm, lass uns mal die Gegend auskundschaften“ schlug er vor und stand samt Bierflasche auf. Ich folgte ihm und wir gingen über den beleuchteten Platz. Wir gingen an Unmengen von Häusern vorbei, in denen fast überall noch Licht brannte. Als wir an der Toilettenanlage vorbeigingen wartete Levin auf mich, weil ich dringend meine Blase leeren musste. Als ich wieder draußen war, fragte ich ihn: „Hast du mal zwei Euro für mich“. Er zuckte zwar mit seinen Schultern, aber suchte und fand sie doch in seiner Geldbörse. Ich lief noch einmal ins Herrenklo und wenig später konnten wir unseren Marsch um die Häuser fortsetzen. „Muss ich jetzt nicht verstehen mit dem Geld“ grummelte Levin, doch ich grinste nur zurück. Als wir wieder an unserem Holzhaus ankamen ging er kurz hinein und schaute nach Phoenix. Erleichtert teilte er mir mit, dass er tief und fest schlief. „Ich finde es schön, wie viel Sorgen du dir um Phoenix machst und wie zärtlich du versuchst hast ihn vorhin zu beruhigen. Ich hätte es glaube ich nicht geschafft“ lobte ich meinen Freund und reichte ihm die nächste Flasche. „Wenn wir weiter so saufen, sind wir auch bald besoffen“ lachte er zurück und fuhr ernsthaft fort: „Ach, wir sind doch miteinander verwandt und obendrein mag diesen kleinen Chaoten total gerne“. Wieder nahm er einen großen Schluck aus der Pulle, dann fragte er mich: „Sei bitte ehrlich, hat dir Phoenix mal erzählt, das er und ich mal was hatten“. Mir gefiel diese Unsicherheit von Levin total und am liebsten hätte ich ihn dafür abgeknutscht. Da ich ein ehrlicher Mensch bin, na meistens zumindest, antwortete ich: Klar, ihr habt zusammen gewichst und er hat ihn dir zweimal geblasen. Oder war es dreimal? Ich weiß es nicht mehr so genau, ist aber auch unwichtig“. Levin riss wieder das Etikett seiner Bierflasche in tausend Stücke ehe er leise meinte: „Das ist nur die halbe Wahrheit. Wenn ich ehrlich bin hatten wir auch richtigen Sex. Du musst wissen, das Phoenix und ich mal die allerbesten Freunde waren. Am Anfang war es eher Neugierde mit dem Zusammenwichsen und so. Später, als er mich gefragt hat, ob er mir einen blasen darf habe ich mir nichts dabei gedacht und war einverstanden. Er hat sich echt Mühe dabei gegeben. Bis zu dem Zeitpunkt war noch alles easy. Als er mich dann aber einige Tage später gefragt hat ob ich ihn bumsen würde habe ich zuerst abgelehnt. Du glaubst gar nicht wie bitterlich er geweint hat. Immer wieder hat er mir erzählt, wie sehr er mich lieben würde und so. Er hat auch die nächsten Tage immer wieder gebettelt, bis es passiert ist. Er wollte unbedingt, dass ich sein erster Mann bin, stell dir das mal vor. Die Oberhete fickt seinen Verwandten. Oh Mann, wenn das seine oder meine Mutter wüsste würden sie mich sofort erschießen und dann zum Mond jagen“.

Ich trank hysterisch meine Flasche leer und brabbelte: „Bitte, bitte warte kurz, ich muss mal eben pissen gehen. Ey, meine Blase platzt gleich“. Als ich wieder zurück kam fuhr Levin sofort fort: „Ich habe ihn in den nächsten Tagen insgesamt viermal gebumst, aber nur weil er mich so angefleht hat. Es war eine richtig harte Zeit für uns, denn er wollte einfach immer mehr. Okay, ich fand ihn richtig geil. Das sagt immerhin jemand, der ansonsten nur Mädchen fickt. Aber manchmal kommt mir ein Männerarsch wie gerufen und solch ein großer Unterschied ist das dann auch wieder nicht“. Einen Atemzug später spottete Levin: „Ach, das kannst du ja nicht wissen, du stehst ja nur auf Jungs“. Meine Reaktion war eher bescheiden, denn ich gab ihm einfach einen Luftkuss. „Die Sache eskalierte irgendwann, weil Phoenix versuchte mich zu erpressen. Er wollte, dass wir für immer zusammenbleiben oder er würde alles seiner Mutter erzählen. Ich war so sauer, das ich ihn deswegen geschlagen habe. Und immer wenn er mich jetzt zornig erlebt, glaubt er, dass ich ihn schlagen will. Aber das stimmt überhaupt nicht. Er hat mich damals nur total verletzt und ich wusste einfach nicht mehr weiter. Bevor er seinen Autounfall hatte, habe ich mehrere Wochen lang nicht mehr mit ihm gesprochen. Ich weiß, dass er darunter sehr gelitten hat, aber mir ging es auch nicht unbedingt besser. Phoenix bedeutet mir sehr viel, er ist wie ein kleiner Bruder für mich. So, nun weißt du auch darüber Bescheid“. Viele Gedanken kreisten durch meinen Schädel, doch ich konnte sie nicht in Worte fassen. Baff sah ich ihn an und gönnte mir einen kräftigen Schluck. „Ausgerechnet der größte Weiberheld den ich kenne, erzählt mir, das er auch Jungs nagelt. Ungewöhnlich, ungewöhnlich, meinste nicht“ grummelte ich. „Ja, ich weiß, das ist ein gewisser Widerspruch, aber ich will nicht immer nur Porsche fahren, sondern auch mal einen BMW oder Rolls Royce“ meinte Levin und musste über sich selber lachen. „Na, dann hoffe ich mal, dass ich dein Rolls Royce war“ schleuderte ich ihm zärtlich entgegen. Obwohl ich schon recht gut abgefüllt war lebte mein Schwanz noch. Längst hatte er sich mächtig aufgebaut. Eigentlich wartete er nur darauf aus seinem Gefängnis befreit zu werden. Immer wieder mussten Levin und ich zwischendurch unsere Blase leeren, aber wir laberten
bis 1.00 Uhr, ehe es doch etwas zu frisch draußen wurde. „Micha, die Kiste ist leer und wir sind voll. Also sollten wir langsam das Bett aufsuchen oder findest du nicht“. Ich stimmte meinem Freund zu und wir gingen ins Haus hinein. Es standen nur zwei Betten nebeneinander und als wir uns anschauten meinte Levin nur: „Kein Problem, ich lege mich zu Phoenix ins Bett, ist ja nicht ganz was Neues für mich“. Einige Minuten später lagen wir im Bett und er löschte das Licht. Phoenix hätte man getrost aus dem Haus tragen können, er hätte vermutlich nichts davon mitbekommen. Er schlief wie ein Murmeltier, während bei mir das Hirn Überstunden machte. Da es Dunkel war spielte ich ein wenig an meinem Krieger herum, der sich sofort aufblähte und schrie: „Wird auch Zeit du Egoist. Sieh zu, das ich zur Ruhe komme und lass mich abspritzen“. Ich wollte vermeiden, das Levin etwas von meinem keulen mitbekam und ließ meine Faust entsprechend langsam über meinen Stamm gleiten.

„Schläfst du schon“ hauchte ich leise durch den dunklen Raum, während draußen irgendwelche Jugendlichen laut rumgrölten. „Nee, kann irgendwie nicht schlafen“ hörte ich sein Echo. „Ey, komm la rüber, ich habe noch ein Geschenk für dich, hatte ich völlig vergessen“ fuhr ich fort und machte die kleine Halogenlampe über meinem Bett an. Levin tatsächlich aus seinem Bett gestiegen, während ich nach meiner Hose griff. In der rechten Tasche fand ich dann, wonach ich gesucht hatte. Levin setzte sich zu mir aufs Bett als ich ihm sein Geschenk in die Hand drückte. „Was ist das denn“ fragte er und guckte es sich etwas genauer an. „Ähhhh, hast du etwa dafür vorhin die 2,- Euro von mir gebraucht“ stotterte er und sah mir tief in die Augen. „Beweise es mir, dass du nicht gelogen hast“ hauchte ich ihm entgegen. „Du bist verrückt, weißt du das“ antwortete er, während er immer wieder die kleine Packung anstarrte. „Da ist alles drin, was der Schwanz begehrt“ verhöhnte ich ihn. „Nee, hör auf, du bist verrückt“ schleuderte er mir erneut entgegen. „Ach, und das auf der Party war nicht verrückt“ drängte ich ihn in die Ecke. Bis auf die Boxershorts saß er nackt auf der Bettkante. Ich wurde mutiger und strich ihm über die schmale Brust. „Ich meine es Ernst, bitte lass es mich bewusst spüren, ohne Augenbinde und so. Es bedeutet mir alles und noch ein bisschen mehr“ säuselte ich ihm entgegen. „Ey, du redest echt wie Phoenix. Ähhhh, ach ja, er schläft ja hier. Wir können doch nicht, ähhh du weißt schon, während Phoenix 2m von uns entfernt schläft“ versuchte Levin sich aus der Schlingel der puren Lust zu winden, doch ich zog sie einfach zu, indem ich einfach meine Hand in seine Boxershorts schob. „Ach, und dein Schwanz ist auch nicht steif, oder“ musste er sich von mir anhören. Levin zuckte kurz zusammen, als ich seine dicke Eichel kurz abdrückte. „Ähhhh, ja, ähhhh ich habe heute noch nicht, du weißt schon“ wurde er immer verlegender. „Umso besser, dann sind wir uns ja einig“ entschied ich für uns Beide und zog die Decke zur Seite. Mit einem Rutsch zog ich mir die Boxer vom Arsch und Levin schaute entgeistert auf meinen ausgefahrenen Kolben. „So, nun bist du dran“ erinnerte ich ihn daran, das es Zeit war mit der Uraufführung des Theaterstücks „Die grenzenlose Lust und Ich“ zu beginnen. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen fragte ich ihn scheinheilig: „Genierst du dich etwa“. Levin drehte sich mehrfach zu Phoenix, als ob der ihn aus dieser Situation retten könnte. „Ey, hier spielt die Musik mein Freund“ ermahnte ich ihn. Nun gab er seinen letzten Widerstand auf und schmiss ihn ins Feuer der Gleichgültigkeit. Levin stand auf und zog sich die Boxer aus. Mit halb steifem Rohr stand er vor dem Bett und wartete bis ich zur Seite gerückt war. Wenig später lag er neben mir. „Du bist echt verrückt. Oh Mann, auf was habe ich mich da nur eingelassen“ jammerte er und musste selber grienen dabei.

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