| „Ey Schlafmütze,
aufstehen“ hörte ich eine Stimme und öffnete
noch halb im Koma liegend meine Augen. „Papi, lass mich
noch etwas schlafen“ grummelte ich und Levin strich
mir übers Gesicht. „Ach wie süß, dann
willst du bestimmt gleich noch Taschengeld von mir haben“
spottete er, während ich mich mühselig hinsetzte.
„Klar, wenn du mir was gibst nehme ich es sofort“
trommelte ich geradezu, doch Levin winkte nur ab. „In
fünf Minuten ist der Zug am Ziel“. Wir schwiegen
und als ich auf seine Beule schaute fragte ich mich ob er
während meines Tiefschlafes irgendeine Schaffnerin vernascht
hatte. Klingt zwar etwa daneben, aber bei Levin weiß
man nie was er im Schilde führt. Kaum hatte der Zug gehalten
als wir uns ein Taxi suchten. Leider sah der Fahrer alles
andere als schwul aus, so dass er mich nicht wirklich aufmuntern
konnte. „Wo soll es denn hingehen“ fragte er und
mein Freund antwortete: „Zur Ferienhaussiedlung im Hollandweg“.
Als der Typ endlich losfuhr meinte er: „Ah, dann seid
ihr wohl hier um Urlaub zu machen“. Beinahe hätte
ich ihm geantwortet: „Ja, was macht man wohl sonst in
der Ferienhaussiedlung“. Doch da ich maulfaul war schwieg
ich und ließ ihn das Auto durch die Dunkelheit steuern.
Levin bezahlte die 17,- Euro und wir stiegen aus. „Micha,
wir müssen zum Ferienhaus Nr. 15, hoffentlich ist das
nicht am Arsch der Welt knatterte Levin und ich pflichtete
ihm ausdrücklich bei. „Gnade Gott Phoenix ist nicht
da, dann bekommt er von mir den Arsch versohlt, das man seine
Schreie bis New York hört“. Ich stieß meinen
Kumpel an und entgegnete: „Du, wenn Phoenix nicht da
ist, wie willst du ihm dann den Hintern versohlen. Per Postpost
oder mit dem Handy“. Levin blieb stehen und blickte
mich kurz an: „Kein Problem, dann bekommst du halt die
Trachtprügel“. Der Gedanke, dass er mir den Arsch
polieren wollte erregte mich irgendwie. Natürlich nur
unter meinen Bedingungen, das versteht sich von selbst. Ich
würde versuchen ihm Streicheleinheiten als Hiebe unterzujubeln
und wenn Levin es geschluckt hätte, dürfte er meinen
ganzen Körper stundenlang bearbeiten. „Ey, hier
drüben ist Nr. 17, dann kann Phoenix`s Hütte ja
nicht mehr weit sein“ nuschelte Levin und ging einfach
weiter. Fünf Minuten später erreichten wir das Holzhaus
und glücklicherweise brannte Licht. Wir gingen zur Tür
und versuchten sie zu öffnen. Doch sie war abgeschlossen,
also klopften mir mehrfach an. „Hoffentlich hatte sich
Phoenix nichts angetan“ schoss es durch meinen Kopf.
Es dauerte einige Augenblicke ehe wir seine Stimme hörten.
„Wer ist da“ lallte er rum und Levin sagte seinen
Namen. „Komm, mach endlich auf“ fuhr er fort.
„Und wenn nicht, willst du mich dann wieder schlagen“
jammerte Phoenix zurück. „Ey, was labert er da,
du schlägst ihn doch gar nicht“ flüsterte
ich. „Ach, ich habe ihn mal geschlagen, aber das war
bevor er wegen des Unfalls ins Krankenhaus musste. Aber das
ist eine lange Geschichte, erzähle ich dir später
mal“. „Levin, du bist böse, ich weiß
das. Und jetzt habe ich Angst vor dir“ winselte Phoenix
geradezu. „Hi, mach bitte die Tür auf hier ist
Micha“ rief ich und tatsächlich drehte er den Schlüssel
rum. Als wir eintraten sahen wir, dass ein heilloses Chaos
im großen Raum herrschte. Überall lagen seine Klamotten
und andere Dinge herum. Und mittendrin eine halbleere Kiste
König Pilsener. Phoenix sah uns an und umarmte uns. Er
hatte tatsächlich ein wenig Angst vor Levin, was ich
mir überhaupt nicht erklären konnte. Er stellte
sich links von mir hin, während unser Freund rechts von
mir stand. „Du hast gesoffen, richtig“ schimpfte
Levin und Phoenix antwortete lallend: „Nur ein bisschen,
ein ganz bisschen“. Er schwankte leicht und ich musste
ihn festhalten, damit er nicht auf den Fliesenboden aufschlug.
„Levin, wir bringen ihn ins Bett, damit er seinen Rausch
ausschlafen kann“ schlug ich vor und sofort setzten
wir meinen Vorschlag in die Tat um. „Wieso seid ihr
hier“ fragte Phoenix, der besoffen einfach nur zuckersüß
aussah. „Ich wollte eigentlich allein sein und, und,
ähhh, und warten bis ich sterbe“ brabbelte er.
Levin war längst aufgestanden und öffnete den Kühlschrank.
Beinah sarkastisch antwortete er: „Na, wenn ich mir
den vollen Kühlschrank anschaue, würdest du eher
platzen als verhungern“. Phoenix rülpste kurz auf
und lehnte sich an mich. „Micha, er, er mag mich jetzt
nicht un, un, und dann habe ich immer Angst vor ihm“.
„Hey, keiner wird dir etwas tun. Levin und ich haben
uns Sorgen um dich gemacht, aber darüber reden wir morgen“.
Auf einmal blickte er mich mit seinen glasigen Augen an und
lachte laut los. „Seid ihr etwa ein Paar? Ich sehe es
in deinen Augen“. Phoenix bekam sich fast nicht mehr
ein, doch wenig später fing er an zu weinen. „Nein,
wir sind nur Freunde und wie du weißt steht Levin nur
auf Frauen“ antwortete ich. Phoenix wischte sich kurz
übers Gesicht und nuschelte: „Lügner, ich
weiß, das er dich schon gefickt hat“.
Zwar starrte ich ihn etwas irritiert an, aber ich glaubte
es richtig einzuordnen zu können, denn er war eindeutig
nicht mehr Herr seiner Sinne. Doch als Levin plötzlich
laut brüllte: „Halt die Klappe, sonst werde ich
gleich richtig sauer“ wurde ich schon etwas stutzig.
Phoenix begann auf einmal tatsächlich zu zittern und
krallte sich regelrecht an mir fest. „Er soll mich jetzt
nicht schlagen, bitte“ bettelte er. Ich gebe zu, für
mich war die ganze Sache eine Nummer zu hoch, denn ich begriff
nicht wirklich was los war. „Hey, hey, hey, beruhig
dich, Levin ist dein Freund“ hauchte ich ihm ins Ohr
und bekam beinahe keine Luft mehr, weil er mich fast erdrückte.
„Ja, aber jetzt ist er sauer und ich kenne ihn, wenn
er so böse guckt“ wimmerte Phoenix leise weiter.
„Levin, komm her. Du sagst ihm jetzt, das alles in Ordnung
ist“ befahl ich ihm und tatsächlich kam er ans
Bett und setzte sich drauf. Schweigend nahm er Phoenix`s Kopf
in seine Arme, als sich bei diesem endgültig die Schleusen
öffneten: „Er hat mich verlassen, ich will nicht
mehr leben. Er ist so gemein zu mir gewesen, wieso verstehst
du das nicht“. Levin und ich guckten uns etwas ratlos
an, während ich zusätzlich mehrfach schlucken musste.
Ich wusste einfach nicht wie man mit Verzweifelung richtig
umgeht. Komischerweise war Levin jetzt die Ruhe selbst. Je
mehr Phoenix beinahe schon krampfartig heulte, desto entspannter
ging unser Freund mit der Situation um. „Pssssst, wir
sind ja hier und es wird sich alles wieder einrenken, glaub
mir“ flüsterte Levin und streichelte ihm unentwegt
über den Kopf. „Du lügst, ich weiß es
besser“ keifte Phoenix zurück. Aus seiner Nase
tropfte es permanent auf Levins Jeanshose, aber entweder bekam
er es nicht mit oder es war ihm schlicht egal. Es dauerte
Ewigkeiten ehe sich Phoenix wieder halbwegs gefangen hatte.
Ich bekam fast einen Lachanfall, als er sich urplötzlich
von Levin löste und ihn anschaute: „Ich bin sooooooo
müde, ich will jetzt schlafen“. Kaum ausgesprochen
gab er ihm unvermittelt einen Kuss auf den Mund und legte
sich ins Bett. Es dauerte weniger als zwei Sekunden und er
war eingeschlafen. Ich gebe zu, dass ich für einen Moment
echt eifersüchtig war, denn er hatte Levin geküsst
und das mitten auf den Mund. Mich hatte Phoenix dabei total
ignoriert, was ich ihm aber überhaupt nicht übel
nahm. Levin gab mir ein Zeichen und wir standen auf. „Der
schläft jetzt sicher die ganze Nacht, ich kenne das schon.
Ist immer so wenn er Alkohol getrunken hat und depressiv ist“.
Levin griff sich die halbvolle Kiste Bier und wir verließen
das Holzhaus. Wir setzten uns auf die Bank, die auf der kleinen
Terrasse stand und genehmigten uns erst einmal eine Flasche
Köpi. Schweigend beobachten wir das bunte Treiben auf
dem großen Gelände und prosteten uns zu. Überall
war noch Lärm oder Musik zu hören und wir sahen
auch etliche Leute an uns vorbeigehen. Doch wir hatten nicht
wirklich einen Blick dafür, sondern mussten erst einmal
das Erlebte sacken lassen.

Die Stille zwischen uns war unbeschreiblich.
Ich fühlte mich lange nicht mehr so seelisch weich gebettet
wie in diesem Moment. Wortlos öffneten wir auch die zweite
Flasche Bier und saßen auf der Bank, wie zwei Cowboys,
die ihren Blick in die Ferne schweifen ließen. Nur mit
dem feinen Unterschied, das bei uns keine 30m weiter schon
das nächste Ferienhaus stand. „Levin, ich muss
dich mal etwas fragen“ unterbrach ich das Schweigen.
„Ich weiß, was du von mir wissen willst“
gab er nachdenklich zurück. „Ey, bist du Hellseher“
entgegnete ich, doch Levin brabbelte nur: „Ich bin noch
zu nüchtern und habe etwas Panik vor deiner Reaktion“.
Nun begriff ich weniger als ein Biber, dem man sein Flussbett
trocken legte, um eine neue Autobahn zu bauen. „Ähhhh,
muss ich nicht begreifen, oder“ nölte ich zurück
und bemerkte, das Levin sich wenig später schon die dritte
Flasche genehmigte. „Liegt wohl in der Familie“
wäre mir beinahe rausgerutscht, aber ich konnte mein
gottloses Maul gerade noch halten. Zwischen uns war keine
Mauer, nein, das war es ganz sicher nicht. Aber eine spürbare
Spannung lag in der Luft, als würden wir uns gleich gegenseitig
den Krieg erklären. Plötzlich sagte Levin: „Weiß
du, eigentlich war es am Anfang nur ein Spaß, weil Phoenix
mir immer öfter erzählt hat, wie geil du mich findest
und so“. Ich merkte sofort an seinem Tonfall, dass ihn
irgendwas bedrückte. „Ey, du machst es aber echt
spannend“ dröhnte ich zurück und versuchte
die Stimmung zwischen uns etwas aufzulockern. Dass an uns
immer noch Leute vorbeigingen interessierte uns mittlerweile
noch weniger. Nur wenn uns jemand grüßte, grüßten
wir ziemlich gleichgültig zurück. Gibst du mir noch
eine Flasche“ fragte er und ich griff in die Kiste.
Natürlich machte ich mir auch eine auf, während
Levin kleinlaut fortfuhr: „Phoenix hat recht gehabt
mit der Bemerkung vorhin. Ich wollte es dir schon die ganze
Zeit sagen, aber ich habe nicht den passenden Augenblick gefunden.
Immer kam irgendetwas dazwischen. Mal waren wir im Freibad
oder du musstest arbeiten und so“. Den letzten Satz
verstand ich fast gar nicht, weil er immer leiser redete.
„Hey, wenn wir Freunde sind, dann holst du einmal tief
Luft und sagst mir in einem kurzen Satz was los ist. Kann
doch nicht so schwer sein, oder“ antwortete ich. Tatsächlich
holte Levin tief Luft. Es kam mir fast vor wie ein Spielfilm
mit Überlänge, denn er wollte einfach nicht damit
aufhören. „Okay, ich war es, der dich auf der Party
von Phoenix gefickt hat“ kam es schnell, präzise
und mit fester Stimme aus ihm rausgeschossen. Zuerst lachte
ich leicht verlegen und dann entgegnete ich: „Was hast
du? Nee, hör auf damit und verarsch mich nicht. Das glaube
ich dir nie im Leben. Weißte, so gut kenne ich dich
schon. Ich hätte sofort gemerkt, wenn du mich gebumst
hättest, glaub mir“. Levin riss Stück für
Stück das Etikett von seiner Bierflasche ab und ließ
die Schnipsel auf den Fußboden fallen. „Scheiße,
es ist alles nur scheiße. Ich fühl mich echt billig
und widerlich“ nuschelte er. Genau in diesem Moment
wusste ich, dass er nicht mit mir spielte. Es war die Art
wie er das Wort Scheiße ausdrückte. Es klang nach,
ähh ja, nach was klang es überhaupt? Ja, es klang
einfach nach Scheiße.
Ich brauchte verständlicherweise einige Sekunden um
den Schock zu verdauen. „Wenn du es ehrlich warst, warst
du verdammt gut. Ich hätte es aber besser gefunden, wenn
du mich ohne Augenbinde gefickt hättest“ gab ich
irgendwie völlig vogelfrei zurück, obwohl gerade
ein älteres Ehepaar Arm in Arm an unserer Bank vorbeiging.
„Ich, ich fand es auch gut. Eigentlich wollten wir dir
es noch am Abend sagen, aber dann hat Phoenix es vergessen
und mit jedem Tag wurde es schwieriger für mich“
hörte ich Levin flüstern. „Komm, lass uns
mal die Gegend auskundschaften“ schlug er vor und stand
samt Bierflasche auf. Ich folgte ihm und wir gingen über
den beleuchteten Platz. Wir gingen an Unmengen von Häusern
vorbei, in denen fast überall noch Licht brannte. Als
wir an der Toilettenanlage vorbeigingen wartete Levin auf
mich, weil ich dringend meine Blase leeren musste. Als ich
wieder draußen war, fragte ich ihn: „Hast du mal
zwei Euro für mich“. Er zuckte zwar mit seinen
Schultern, aber suchte und fand sie doch in seiner Geldbörse.
Ich lief noch einmal ins Herrenklo und wenig später konnten
wir unseren Marsch um die Häuser fortsetzen. „Muss
ich jetzt nicht verstehen mit dem Geld“ grummelte Levin,
doch ich grinste nur zurück. Als wir wieder an unserem
Holzhaus ankamen ging er kurz hinein und schaute nach Phoenix.
Erleichtert teilte er mir mit, dass er tief und fest schlief.
„Ich finde es schön, wie viel Sorgen du dir um
Phoenix machst und wie zärtlich du versuchst hast ihn
vorhin zu beruhigen. Ich hätte es glaube ich nicht geschafft“
lobte ich meinen Freund und reichte ihm die nächste Flasche.
„Wenn wir weiter so saufen, sind wir auch bald besoffen“
lachte er zurück und fuhr ernsthaft fort: „Ach,
wir sind doch miteinander verwandt und obendrein mag diesen
kleinen Chaoten total gerne“. Wieder nahm er einen großen
Schluck aus der Pulle, dann fragte er mich: „Sei bitte
ehrlich, hat dir Phoenix mal erzählt, das er und ich
mal was hatten“. Mir gefiel diese Unsicherheit von Levin
total und am liebsten hätte ich ihn dafür abgeknutscht.
Da ich ein ehrlicher Mensch bin, na meistens zumindest, antwortete
ich: Klar, ihr habt zusammen gewichst und er hat ihn dir zweimal
geblasen. Oder war es dreimal? Ich weiß es nicht mehr
so genau, ist aber auch unwichtig“. Levin riss wieder
das Etikett seiner Bierflasche in tausend Stücke ehe
er leise meinte: „Das ist nur die halbe Wahrheit. Wenn
ich ehrlich bin hatten wir auch richtigen Sex. Du musst wissen,
das Phoenix und ich mal die allerbesten Freunde waren. Am
Anfang war es eher Neugierde mit dem Zusammenwichsen und so.
Später, als er mich gefragt hat, ob er mir einen blasen
darf habe ich mir nichts dabei gedacht und war einverstanden.
Er hat sich echt Mühe dabei gegeben. Bis zu dem Zeitpunkt
war noch alles easy. Als er mich dann aber einige Tage später
gefragt hat ob ich ihn bumsen würde habe ich zuerst abgelehnt.
Du glaubst gar nicht wie bitterlich er geweint hat. Immer
wieder hat er mir erzählt, wie sehr er mich lieben würde
und so. Er hat auch die nächsten Tage immer wieder gebettelt,
bis es passiert ist. Er wollte unbedingt, dass ich sein erster
Mann bin, stell dir das mal vor. Die Oberhete fickt seinen
Verwandten. Oh Mann, wenn das seine oder meine Mutter wüsste
würden sie mich sofort erschießen und dann zum
Mond jagen“.
Ich trank hysterisch meine Flasche leer und brabbelte: „Bitte,
bitte warte kurz, ich muss mal eben pissen gehen. Ey, meine
Blase platzt gleich“. Als ich wieder zurück kam
fuhr Levin sofort fort: „Ich habe ihn in den nächsten
Tagen insgesamt viermal gebumst, aber nur weil er mich so
angefleht hat. Es war eine richtig harte Zeit für uns,
denn er wollte einfach immer mehr. Okay, ich fand ihn richtig
geil. Das sagt immerhin jemand, der ansonsten nur Mädchen
fickt. Aber manchmal kommt mir ein Männerarsch wie gerufen
und solch ein großer Unterschied ist das dann auch wieder
nicht“. Einen Atemzug später spottete Levin: „Ach,
das kannst du ja nicht wissen, du stehst ja nur auf Jungs“.
Meine Reaktion war eher bescheiden, denn ich gab ihm einfach
einen Luftkuss. „Die Sache eskalierte irgendwann, weil
Phoenix versuchte mich zu erpressen. Er wollte, dass wir für
immer zusammenbleiben oder er würde alles seiner Mutter
erzählen. Ich war so sauer, das ich ihn deswegen geschlagen
habe. Und immer wenn er mich jetzt zornig erlebt, glaubt er,
dass ich ihn schlagen will. Aber das stimmt überhaupt
nicht. Er hat mich damals nur total verletzt und ich wusste
einfach nicht mehr weiter. Bevor er seinen Autounfall hatte,
habe ich mehrere Wochen lang nicht mehr mit ihm gesprochen.
Ich weiß, dass er darunter sehr gelitten hat, aber mir
ging es auch nicht unbedingt besser. Phoenix bedeutet mir
sehr viel, er ist wie ein kleiner Bruder für mich. So,
nun weißt du auch darüber Bescheid“. Viele
Gedanken kreisten durch meinen Schädel, doch ich konnte
sie nicht in Worte fassen. Baff sah ich ihn an und gönnte
mir einen kräftigen Schluck. „Ausgerechnet der
größte Weiberheld den ich kenne, erzählt mir,
das er auch Jungs nagelt. Ungewöhnlich, ungewöhnlich,
meinste nicht“ grummelte ich. „Ja, ich weiß,
das ist ein gewisser Widerspruch, aber ich will nicht immer
nur Porsche fahren, sondern auch mal einen BMW oder Rolls
Royce“ meinte Levin und musste über sich selber
lachen. „Na, dann hoffe ich mal, dass ich dein Rolls
Royce war“ schleuderte ich ihm zärtlich entgegen.
Obwohl ich schon recht gut abgefüllt war lebte mein Schwanz
noch. Längst hatte er sich mächtig aufgebaut. Eigentlich
wartete er nur darauf aus seinem Gefängnis befreit zu
werden. Immer wieder mussten Levin und ich zwischendurch unsere
Blase leeren, aber wir laberten
bis 1.00 Uhr, ehe es doch etwas zu frisch draußen wurde.
„Micha, die Kiste ist leer und wir sind voll. Also sollten
wir langsam das Bett aufsuchen oder findest du nicht“.
Ich stimmte meinem Freund zu und wir gingen ins Haus hinein.
Es standen nur zwei Betten nebeneinander und als wir uns anschauten
meinte Levin nur: „Kein Problem, ich lege mich zu Phoenix
ins Bett, ist ja nicht ganz was Neues für mich“.
Einige Minuten später lagen wir im Bett und er löschte
das Licht. Phoenix hätte man getrost aus dem Haus tragen
können, er hätte vermutlich nichts davon mitbekommen.
Er schlief wie ein Murmeltier, während bei mir das Hirn
Überstunden machte. Da es Dunkel war spielte ich ein
wenig an meinem Krieger herum, der sich sofort aufblähte
und schrie: „Wird auch Zeit du Egoist. Sieh zu, das
ich zur Ruhe komme und lass mich abspritzen“. Ich wollte
vermeiden, das Levin etwas von meinem keulen mitbekam und
ließ meine Faust entsprechend langsam über meinen
Stamm gleiten.

„Schläfst du schon“ hauchte
ich leise durch den dunklen Raum, während draußen
irgendwelche Jugendlichen laut rumgrölten. „Nee,
kann irgendwie nicht schlafen“ hörte ich sein Echo.
„Ey, komm la rüber, ich habe noch ein Geschenk
für dich, hatte ich völlig vergessen“ fuhr
ich fort und machte die kleine Halogenlampe über meinem
Bett an. Levin tatsächlich aus seinem Bett gestiegen,
während ich nach meiner Hose griff. In der rechten Tasche
fand ich dann, wonach ich gesucht hatte. Levin setzte sich
zu mir aufs Bett als ich ihm sein Geschenk in die Hand drückte.
„Was ist das denn“ fragte er und guckte es sich
etwas genauer an. „Ähhhh, hast du etwa dafür
vorhin die 2,- Euro von mir gebraucht“ stotterte er
und sah mir tief in die Augen. „Beweise es mir, dass
du nicht gelogen hast“ hauchte ich ihm entgegen. „Du
bist verrückt, weißt du das“ antwortete er,
während er immer wieder die kleine Packung anstarrte.
„Da ist alles drin, was der Schwanz begehrt“ verhöhnte
ich ihn. „Nee, hör auf, du bist verrückt“
schleuderte er mir erneut entgegen. „Ach, und das auf
der Party war nicht verrückt“ drängte ich
ihn in die Ecke. Bis auf die Boxershorts saß er nackt
auf der Bettkante. Ich wurde mutiger und strich ihm über
die schmale Brust. „Ich meine es Ernst, bitte lass es
mich bewusst spüren, ohne Augenbinde und so. Es bedeutet
mir alles und noch ein bisschen mehr“ säuselte
ich ihm entgegen. „Ey, du redest echt wie Phoenix. Ähhhh,
ach ja, er schläft ja hier. Wir können doch nicht,
ähhh du weißt schon, während Phoenix 2m von
uns entfernt schläft“ versuchte Levin sich aus
der Schlingel der puren Lust zu winden, doch ich zog sie einfach
zu, indem ich einfach meine Hand in seine Boxershorts schob.
„Ach, und dein Schwanz ist auch nicht steif, oder“
musste er sich von mir anhören. Levin zuckte kurz zusammen,
als ich seine dicke Eichel kurz abdrückte. „Ähhhh,
ja, ähhhh ich habe heute noch nicht, du weißt schon“
wurde er immer verlegender. „Umso besser, dann sind
wir uns ja einig“ entschied ich für uns Beide und
zog die Decke zur Seite. Mit einem Rutsch zog ich mir die
Boxer vom Arsch und Levin schaute entgeistert auf meinen ausgefahrenen
Kolben. „So, nun bist du dran“ erinnerte ich ihn
daran, das es Zeit war mit der Uraufführung des Theaterstücks
„Die grenzenlose Lust und Ich“ zu beginnen. Um
dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen fragte ich ihn scheinheilig:
„Genierst du dich etwa“. Levin drehte sich mehrfach
zu Phoenix, als ob der ihn aus dieser Situation retten könnte.
„Ey, hier spielt die Musik mein Freund“ ermahnte
ich ihn. Nun gab er seinen letzten Widerstand auf und schmiss
ihn ins Feuer der Gleichgültigkeit. Levin stand auf und
zog sich die Boxer aus. Mit halb steifem Rohr stand er vor
dem Bett und wartete bis ich zur Seite gerückt war. Wenig
später lag er neben mir. „Du bist echt verrückt.
Oh Mann, auf was habe ich mich da nur eingelassen“ jammerte
er und musste selber grienen dabei.
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