+++ Das Liebespaar - Teil 2 +++

By : bo7777 © - Source : SahneSpender ®


„Es war ein Fehler, hier herzukommen“, dachte sich Sven Jungbaum in dem Moment, als das Flugzeug in Köln/Bonn landete. Nur fünf oder sechs Personen waren an Bord.

Auf dem Flughafen wartete niemand – keine winkende Familien, keine Ehemänner, Ehefrauen, Geliebten, Freunde, die sich auf ein Wiedersehen freuten.

‚Trotz der wenigen Leute ist es doch angenehm, hier zu sein’, dachte sich Sven, der sich entschieden hatte, das zu beenden, womit er begonnen hatte. Er hatte nur ein kleine Tasche über der Schulter gehängt, somit brauchte er auch keinen Kofferkuli. Und die Rückkehr zu seinem Elternhaus war ihm, obgleich einsam, angenehm. Die Luft war heiß, als er aus dem Flughafengelände ging.

‚Du weißt nicht was du willst, Sven.’ Er erinnerte sich der Worte, der Worte seiner Mutter, von einer Woche. ‚Weiß ich wohl’, hatte Sven geantwortet, wütend.

Er sagte es jetzt wieder, während er ins Freie ging und die Tasche auf seinem Rücken festzurrte. „Weiß ich wohl“, sagte er noch mal.

‚Du wirst deine Entscheidung bedauern’, hatte auch sein Vater vor einer Woche gesagt und dabei mürrisch den Kopf geschüttelt.

Und so spielte er jetzt den ganzen Streit in Gedanken noch mal durch. ‚Du bist erst neunzehn, hatte seine Mutter geseufzt. ‚Du musst noch nicht wissen, was du willst. Aber hör auf mich oder zumindest auf deinen Vater. Wir wissen es besser.’ Sicherlich. Sie wussten es immer besser. Sie wollten, dass mein großer Bruder, Mike, Arzt wurde, und nun war er Assistenzarzt im Bonner Klinikum. Sie wollten Julia, meine ältere Schwester, mit Bill verheiratet sehen, und sie waren es. Sie wollten, dass Sven sein zweites Jahr an der Uni Bonn begann (Pharmazie, Medizinische Fakultät) – ein weiteres Jahr! Dann noch zwei! – Und dann sollte er Manuela heiraten. Sie war die jüngste Tochter einer befreundeten Familie. ‚Das mit der Uni ginge ja noch. Aber eine Ehe mit Manu ist nicht vorstellbar’, dachte Sven. Manu sah gut aus, aber Sven glaubte eben, dass er schwul war. Na ja, er war 19 ½ Jahre alt, Erfahrungen hatte er aber noch nicht. Aber die Situation wurde dadurch auch nicht einfachen. Wie sollte er das seinen Eltern beibringen. Eltern, die bereits seinen weiteren Lebensweg geplant hatten. Vor einer Woche flüchtete er deshalb zu seinem Patenonkel nach München. Sein Onkel Karl war der Bruder seiner Mutter. Aber manchmal bezweifelter er dies. Denn sie waren sehr verschieden. Und bei ihm fühlte er sich wohl.

Während all dieser Gedanken, war er auch schon an den Bahngleisen. Schnell hatte er sich den nächsten Zug nach Bonn herausgesucht. Der Zug ließ nicht lange auf sich warten und während der Zugfahrt grübelte er weiter.

So gegen 15.00h kam Sven zu Hause an und schloss die Wohnungstür auf. Die Wohnung war mit älteren, stilvollen Möbel eingerichtet. Aber sein Geschmack traf das nicht. Auch die Liegestühle auf der Dachteerasse fielen ihm auf.

Sven wusste nicht, ob seine Eltern vor der Abreise noch Lebensmittel im Kühlschrank hatten, den sie waren Gestern für drei Wochen in den Urlaub gefahren. Alles war aufgeräumt. Junge, Junge, seine Eltern waren ganz schön pingelig. Die kümmerten sich aber auch um jeden Dreck, wirklich. Das Leben von Julia und Mike hatte sie bereits, jenseits jeglicher Hoffnung, beeinflusst, zerredet und fest im Griff, dachte Sven. Nun war er dran.

Wie friedlich es doch ohne Eltern hier war. Das Haus der Familie Schneider auf der rechten Seite schien unbewohnt zu sein. Es war Juli und sicher waren sie auf Reisen.

Und die Dachwohnung des Liebespaares auf der anderen Seite schien noch bewohnt zu sein. Fensterläden offen, Vorhänge zurückgezogen. Einige Gartenmöbel standen auf der Dachterrasse. Wir nannten sie das Liebespaar. Aber natürlich hatten sie Namen: Jonathan Richter und Christan Meurer. Svens Eltern nannten sie nur das Liebespaar. Offen, ganz bewusst und manchmal sogar herausfordernd. Und zwar so, das für einen beschönigenden Ausdruck kein Platz war. Nicht <diese netten Männer> oder <das Paar>, sondern nur das Liebespaar.

Jonathan und Christian wussten dies und sie kamen mit dieser sehr subtilen Art von Svens Eltern offensichtlich gut zurecht.

In diesem Moment bedauerte Sven, dass er das Liebespaar nicht so gut kannte. - Wie könnte er herausbekommen, ob er nun auf Männer stand oder auf Frauen. Natürlich hatte Sven in den letzten Jahren gemerkt, dass er Jungs hinterher schaute und nicht nach Mädchen. Natürlich wirkte ein gutaussehender Junge anziehend auf ihn. Aber war es nur deshalb wahr? Diese Frage konnte er nicht beantworten. Eigentlich hatte er vor der Antwort sogar Angst. Sven wusste aber auch, dass er diese Antwort brauchte. Er war 19 und er wollte endlich seine sexuellen Erfahrungen machen.

Nur, wie sollte er es herausbekommen? Irgendjemanden fragen ‚Na, steigen wir zusammen mal in die Kiste?’ – Oder... ?

Sven stieß den Gedanken erst einmal beiseite. Er inspizierte den Kühlschrank. Der erste Blick zeigte ihm, dass er wohl noch zum Supermarkt gehen müsste.


Jonathan wurde nach seinem Traum langsam wieder wach. Es war 15.20h. Er tastete nach Chris’ Seite im Bett. Sie war leer. Erst da ist ihm wieder in den Sinn gekommen, dass Chris längst in Landon angekommen war. Und in diesem Moment, fühlte sich Jonathan einsam. Er erinnerte sich an ihre letzte gemeinsame Nacht. Und innerhalb von Sekunden stand sein Lümmel in den Shorts wie eine Eins. Langsam zog er die Decke weg und streichelte mit geschlossenen Augen seinen ganzen Körper. Sinnlich glitten seine Finger über die Stellen, die Chris in der letzten Nacht so zärtlich berührt hatte.


Sven blickte gerade vom Kühlschrank hoch, und in diesem Moment sah er in das Zimmer im Nachbarhaus gegenüber. Deutlich konnte er Jonathan Richter auf dem Bett liegen sehen. Na ja, Jonathan war 28 Jahre alt, also 9 Jahre älter als Sven. Aber dennoch hatte Jonathan einen schönen Körper. Und um die Phantasien eines 19 jährigen Burschen zu wecken, reichte es schon aus. Sven beobachtete Jonathan, als er sich zärtlich streichelte und er spürte die Erotik in Jonathans Bewegung. Sven hatte die geschlossenen Augen natürlich bemerkt. Und so beschloss er, sich das unfreiwillig dargebotene Schauspiel anzusehen.

Mit einer Hand zog sich Jonathan die Shorts herunter. Er fasste an seinen steifen Prügel und fing an sich mit langsamen Wichsbewegungen einen herunterzuholen. Gebannt schaute Sven dem Geschehen zu. Dabei hatte er sich längst an sein Beule gegriffen und massierte durch die Jeans seinen Schwanz. Nach einer Minute öffnete Sven seine Hose und ließ sie mit den Shorts auf den Küchenboden fallen. Während diese Zeit, hatte er Jonathan ständig im Auge behalten.

Jonathan begann mit immer schnelleren Bewegungen zum Höhepunkt zu kommen. Und auch Sven gegenüber wichste seinen Schaft mit schneller Wichsbewegungen. Jonathan gegenüber spreizte, noch immer die Augen verträumt geschlossen, die Beine und fuhr mit einem Finger über seine Rosette. Sven schaute gebannt auf Jonathan und auch er tauchte langsam einen Finger in sein rosiges, kleines Löchlein. Kaum geahnte Gefühle stiegen in ihm hoch.

Sven stand in der Küche mit heruntergelassener Hose und mit steifem Schwanz; und Jonathan lag mit geschlossenen Augen nackt auf dem Bett mit einem steil aufgerichteten Prügel; und beide schrubbten sich nun gleichzeitig die prallen Schwänze und strichen dabei gleichzeitig mit ihren Fingern über ihre Löcher.

Für Sven war das einfach zu viel. Mit einem leisen Schrei schoss er seine Sahne in mehreren Schüben an die Kühlschranktür. Einige Sekunden später, erreichte gegenüber auch Jonathan seinen Höhepunkt. Mit einigen Schüben pumpte er seinen heißen Samen auf seinen Bauch und auf sein Gesicht. Mit einem erleichterten Lächeln öffnete er seine Augen. Sven hatte gegenüber in der Küche noch Zeit, in Deckung zu gegen. Dennoch glaubte Jonathan für einen Augenblick, im Haus gegenüber einen Schatten gesehen zu habe. Aber nur kurz, ihm fiel nämlich ein, dass die Jungbaums ja vereist waren. Also machte er sich keine Gedanken mehr darüber. Mit den Shorts wische er erst einmal die Sahne von seinem Körper und ging zum Badezimmer.

Sven gegenüber stand immer noch geduckt nackt mit blankem Hintern und tropfendem Schwanz in der Küche. Mit einem Küchentuch machte er die Kühlschranktür sauber. Dann schaute er vorsichtig in das Schlafzimmer gegenüber. Nachdem er sah, dass Jonathan nicht mehr da war, ging er ins Bad. Die Hosen samt den Shorts hatte er auf dem Küchenboden liegen lassen. Er liebte es, sich nackt in der Wohnung zu bewegen. Natürlich nur wenn er alleine war.

Nachdem sich Jonathan etwas frisch gemacht hatte, setzte er sich wieder an seinen Schreibtisch. Er sah auf die Uhr, es war 15.45h. Er musste sich ja noch mit den Klausuren beschäftigen. Die erste war sehr gut. Ader sollte sich ändern. Jonathan wusste, dass es ungemein schwieriger und zeitaufwändiger war, eine mittelmäßige oder eine gar schlechte Arbeit zu bewerten. Mit einem weiter Drink war es dann doch erträglich. Jonathan schaute etwas gelangweilt zur Uhr. 16.30h. Chris hatte versprochen, ihn um 18.30h anzurufen. Er hatte also noch Zeit.

Sven war einfach müde. Er hatte keinen Bock mehr zum Einkaufen. Das, was noch im Kühlschrank war, musste für das Frühstück reichen. Zum Abendessen wollte er sich dann eine Pizza bestellen. Er legte sich in sein Bett. Und obwohl er müde war, waren diese Bilder mit Jonathan in seinem Kopf. Es war einfach nur geil, so etwas live zu erleben. Und dennoch, irgendwann döste er ein.


***
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bo

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